Fakten + Analysen zum Ölmarkt

Ölmarktinfos und Prognosen zur Ölpreis­ent­wicklung

Entwick­lungen und Fakten

  • Geopolitisch ist der Konflikt Iran/USA das brisante Hauptthema am Ölmarkt.
  • Die OPEC+ bestätigt ihre Förderquoten für März. Eine Mengenerhöhung setzt man also erwartungsgemäß aus. Darüber hinaus gibt man für April noch keine Signale.
  • Chinas Ölimporte haben im Dezember zugenommen. Dabei haben sich die Ölkäufe aus den VAE und Brasilien mehr als verdoppelt und die aus Kanada um mehr als 50% erhöht. Das gleicht Ausfälle und Rückgänge aus Venezuela und dem Iran aus.
  • Seit Jahresbeginn laufen im Iran umfangreiche Demonstrationen. Diese werden aber immer härter von der Mullah-Regierung niedergeschlagen. Inzwischen hat Trump Strafzölle verhängt. Letztlich drohen dem Iran sogar ein umfangreiches militärisches Eingreifen seitens der USA.
  • Venezuelas Ölförderleistung wird sich nicht binnen Monate hochfahren lassen. Es braucht viel Zeit und wird zig Milliarden kosten, die von den US-Ölmulties kommen sollen, so Trumps Ansinnen. Der US Ölmulti Chevron fördert in Venezuela derzeit ¼ Mio. Barrel Rohöl am Tag und sichert für die nächsten 2 Jahre eine 50% Steigerung zu.
  • Der russische Ölkonzern Lukoil ist in gravierende Schwierig­keiten geraten. Die US-Sanktionen treffen Lukoils Aus­lands­geschäfte in vollem Umfang. Deshalb ist Lukoil gezwungen seine Aus­lands­töchter und Beteili­gungen bis Ende November verkauft zu haben. Der Interes­sent Gunvor hat aller­dings zurück­gezogen.
  • Die EU-Staaten werden die Importe von russischem Gas bis Ende 2027 beenden. In rund zwei Jahren sollen die Gas­liefer­ungen in die EU ausge­laufen sein und ein Import­verbot greifen. Bei dem EU-Beschluss wurden die Slowakei und Ungarn, die noch viel Gas aus Russ­land beziehen, über­stimmt.
  • Die EU hat gegenüber Russland den Preisdeckel für Ölausfuhren verschärft, auf ein sich anpas­sendes Limit von 15 Dollar unter­halb des Welt­markt­preises. Der Preisdeckel ist mit 47,5 USD/Barrel gestartet.
     

 

Ölmarkt, Ölproduktion und Marktbalance

Marktein­schät­zungen

  • Nach Einschätzung der US-Bank 'Standard Chartered' zeigt sich Ende Januar am Ölmarkt eine veränderte Stimmung. Die Sorge vor einem global massiven Überan­gebot ist gegenüber geopoli­tischen Turbu­lenzen in den Hinter­grund getreten. Deshalb hat sich Brent Rohöl binnen eines Monats von 61 auf 69,5 USD/B verteuert.
  • Gasspeicher in der EU:  Nach jüngsten Daten von 'Gas Infrastructure Europe' sind die Gasspeicher in der EU in KW-04 nur noch zu 47% gefüllt. In Deutschland ist der Gasspeicher-Füllgrad sogar auf 38% geschrumpft. Damit liegen die Bestände erheblich unter dem typischen Januar­werten. Die Versor­gungs­lage könnte kritisch werden, wenn der Februar mit ähnli­chem Winter­wetter aufwartet wie der Januar.
  • Laut Reuters-Umfrage von Jahresbeginn erwarten die nam­haften Analysten für 2026 die Brent Rohöl­preise im Jahresdurchschnitt bei 61,3 Dollar je Barrel. Die US-Haupt­sorte WTI wird bei 58,2 USD/B gesehen. Das entspricht einer um 2 Dollar niedri­geren Preis­erwar­tung als bei der voraus­gegan­genen Umfrage.
  • Morgan Stanley hat seine Preisprognose für Brent Rohöl für das 1. Halbjahr 2026 von 57,50 auf 60 US-Dollar je Barrel angehoben. Die Analysten begründen das mit der Entschei­dung der OPEC+, Quoten­erhöh­ungen in Q. I 2026 auszu­setzen, sowie mit den jüngsten Sank­tionen der USA und der EU gegen russische Ölaus­fuhren.
  • J.P. Morgan prog­nosti­ziert für Brent Rohöl in 2026 einen Jahres­mittel­preis von 58 USD/B.
    Die Bank hält es im Extrem für möglich, dass die Ölpreise in den nächsten 2 Jahren schritt­weise um die Hälfte ab­sinken. Also auf ein Niveau bis unter 35 USD/Barrel. Mit geringer werdendem Nach­frage­zuwachs bei gleich­zeitig aber stei­gen­dem Ölan­gebot drücken die Marktkräfte das Preisniveau immer stärker abwärts. Die Frage ist, welche strategischen und politischen Gegenmaßnahmen überhaupt diesem strukturellen Ungleichgewicht entgegenwirken können?
  • Bei Westpac Banking hält man an der Einschätzung fest, dass sich die Rohöl­preise zunächst zwischen 60 und 65 Dollar je Barrel weiter­bewegen. Für Anfang 2026 erwartet man dann einen Durch­bruch unter die Preis­schwelle von 60 Dollar.
     

 

Onshore Öllager

Ukraine-Krieg fortdauernd

  • Bei den Ukraine-Verhandlungen gibt es keine Fortschritte in den zentralen Streitpunkten. Russland fordert den gesamten Donbas, was Kiew ablehnt. Auch die Zukunft des besetzten Atom­kraft­werks Sapo­risch­schja ist ungeklärt. Moskau sieht keine Veran­lassung in irgend­einem Punkt nachzu­geben. Beob­achter sprechen von Schein­ver­hand­lungen um Trump nicht zu reizen oder zu verärgern.
  • Russlands Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft haben sich diesen Januar im Vergleich zum Januar 2025 halbiert. Sie fielen auf umge­rechnet 4,3 Milliarden Euro zurück, dem tiefsten Stand seit Juli 2020 während der Corona-Pandemie. Als Gründe für den aktuellen Rückgang sind die niedri­geren Rohöl­preise und die westlichen Sanktionen.
  • Russland greift inzwischen noch massiver die Infra­struktur der Ukraine an. Vor allem die Strom- und die Wärme­versorgung werden getroffen und fallen aus, während extremer Frost vorherrscht. Im Donbass sind wichtige Städte schwer umkämpft und könnten in naher Zukunft an die Russen fallen.
  • Die EU ist dabei, ein 20. Sanktionspaket gegen Russ­land zu schnüren. Die Ukraine soll Sicher­heits­garantien, Mittel zur Beseitigung der Kriegs­schäden und einen Weg zu einem raschen EU-Beitritt erhalten. In Brüssel wird unter anderem über einen NATO-ähnliches Ver­teidi­gungs­kollektiv als Sicher­heits­garantie nachge­dacht.
     

 

Ölproduktion Iran

Monats­reports 'Januar'

Monats­bericht der IEA:

  • In ihrem Januar-Bericht sieht die IEA eine etwas größere Zunahme des Weltölverbrauchs (+09,3 Mio. B/T) als zuvor. Das globale Ölangebot dürfte aber mit etwa +2,5 Mio. B/T auf 105 Mio. B/T zulegen und überwiegt die Sache damit klar. Die Öllager sind vielfach satt gefüllt, während freie Tanker­kapazi­täten knapp sind.

Monats­bericht der OPEC:

  • Die OPEC sieht für 2026 ein Nachfra­ge­­wachstum von 1,4 Mio. Barrel/T und für 2027 von +1,3 Mio. B/T. Die Erwartungen zum Angebots­­zuwachs wurden bei +0,6 Mio. B/T belassen.
  • Für Dezember nennt der Bericht eine OPEC-Produktion von 28,6 Mio. B/T  (+110.000 Barrel/T zum Vormonat).
  • Insgesamt sieht die OPEC weiterhin den Ölmarkt optimistischer als die EIA und die IEA.

Monats­bericht der EIA:

  • Die EIA sieht in Ihrem Januar-Report für 2026 einen noch höheren Angebots­überhang (bärisch).
  • Ihre Prognose für den Ölmarkt­über­schusss hat die EIA von 2,3 auf 2,8 Mio. Barrel/Tag raufgesetzt.

 

OPEC, Opec+

US Ölmarkt

  • Endphase der US-Schieferöl- u. Schiefergasförderung:
    Der Schieferölkonzern Continental hat mitgeteilt, seine Bohrungen und Erschließung in der Bakken-Region (North Dakota) nach 30 Jahren nun offiziell einzustellen. Man nimmt keine neuen Bohraktionen mehr in Angriff.
    Begündung: Die Ölpreise fallen tendenziell und die Rechnung immer schlechter wird. Das Schema, "schnell bohren, noch schneller fertigstellen, Produktion schnell ans Netz bringen, Rechnungen bezahlen", geht nicht mehr auf. Diese Strategie funktionierte bislang, weil die Unternehmen auf den besten Flächen operierten und mit den Horizontalbohrungen die Effizienz gesteigerten. Hinzu kommt jetzt, dass der Mann im Weißen Haus noch billigeres Öl will.
     
  • Die Ölförderleistung in den USA hatte im Oktober '26 einen neuen Rekordwert von 13,87 Mio. Barrel Rohöl erreicht. Die USA sind mit Abstand die Nr. 1 bei den Förder­mengen. Im Januar ist sie auf 13,73 etwas zurückgegangen.
  • Nach Einschätzung von Diamondback Energy, dem größten unab­hängigen US Schiefer­ölför­derer, dürfte die Förder­leistung in den meisten Regionen in 2026 ihren Höhe­punkt erreicht haben. Die Möglichkeit des Abrutschens der Ölpreise auf nur 60 Dollar/B bewirken Vorsicht und Zurück­haltung bei den Neu­investi­tionen.
  • Neben der Schieferöl-Produktionsmengen wächst auch die Ölförderung im Golf von America (Golf von Mexico) deutlich an. In 2026 könnte dort ein Allzeithoch von 2,6 Mio. B/T erreicht worden sein. Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und deren Tiefenspeicherung sollten nächste Schwerpunkte der Offshore-Entwick­lungen sein. Hinter allem steht mit Trump im Amt aber ein großes Fragezeichen.
  • Kanada sucht sich für sein Öl neue Märkte außerhalb der USA. Zukünftig soll sehr viel kanadisches Öl und Gas nach Europa, Japan und vor allem auch China gehen. Man will raus aus der Liefer­abhän­gigkeit von den USA. Dazu soll die 'Trans Mountain Pipeline' von Edmonton zu den Tanker­verla­dungen in Van­couver auf etwa 50% mehr Durchsatz ausgebaut werden. China zeigt zunehmend großes Interesse an Kanadas saurem Rohöl.
     

 

Ölproduktion, Lagermengen, Energiesektor, erneuerbare Energien

Endzeit der Dollar-Dominanz

  • Chinas offizielle Goldreserven liegen bei 2.290 Tonnen. Ein atem­berau­bender Anstieg um 61% in nur wenigen Jahren. Und wahr­schein­lich sind die tatsäch­lichen Mengen noch deutlich höher. Zudem haben chinesische Versicherungsunternehmen Gold für 27 Milliarden Dollar gekauft. Auch trennen sich Chinas Bürger von ihren Yuan Rücklagen und kaufen händer­ingend Gold, da ihr Vertrauen in die heimische Wirtschaft schwindet. In China läuft eine der aggres­sivsten Gold­hortungs­phasen der modernen Geschichte. Das wird zu einem Akt wirt­schaft­licher Kriegs­führung. China bereitet die Bühne für den Sturz der globalen US-Dollars Dominanz vor.
  • Jahrzehntelang war die Welt gezwungen, ihr Öl und viele andere Wirt­schafts­güter in US-Dollar zu kaufen. Dieses System stützte Amerikas wirt­schaft­liche Dominanz und ermög­lichte es, unvor­stell­bare Geld­summen ohne unmittelbare Konse­quenzen zu drucken. Jetzt reißt aber China dieses Fundament ausein­ander. Goldbarren ersetzen die Dollar­rücklagen. Saudi-Arabien akzeptiert bereits den Yuan für seine Ölverkäufe und bricht damit mit der Petrodollar-Tradition. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) entwickeln aktiv eine gold­gedeckte Konkurrenz-Währung.
  • Die Folgen für die USA werden verheerend sein. Die Nachfrage nach US-Dollar wird abflauen. Staaten werden keine Dollar-Sicher­heiten mehr brauchen, wenn es goldge­deckte Alter­nativen gibt. Staats­anleihen-Auktionen werden scheitern, was die Fed dann dazu zwingt, mehr Geld zu drucken. Und das läuft unwei­gerlich in eine Dollar-Entwertung.
  • Gold ist nicht mehr nur ein Investitions- und Absicherungs­gut. Gold wird das Fundament für eine neues globales Finanz­markt­system werden.

 

Konjunktur Chinas

World Oil Outlook der OPEC

  • Die OPEC hat in ihrem vielbe­achteten jährlichen 'World Oil Outlook' die Prognosen für die mittel- und länger­fristige Ölnachfrage ange­hoben.
  • Bis 2050 soll der weltweite Ölbedarf demnach noch auf 120 Mio. Barrel/Tag ansteigen. Auch soll der Anteil an Verbren­nungs­motoren in 2050 noch bei über 70% liegen, getrieben von Ländern, die nicht der OECD angehören.
  • Damit widerspricht die OPEC grundsätzlich den Outlook-Berichten der IEA und von BP, die einen erheblichen Ölbe­darfs­rück­gang sehen.
  • Exxon Mobil hingegen geht für 2050 von einem ähnlich hohen Ölbedarf wie heute aus und schätzt, dass dieser bis 2050 kontinu­ierlich bei über 100 Mio. Barrel/Tag bleiben wird.
  • Allerdings sehen mehrere andere Ölkonzerne das Hochplateau bereits in den dreißiger Jahren, und damit früher erreicht.
     

 

Onshore Öllager

Klimage­fahren

  • Energiebedarf + Energieerzeugung bis 2050:
    Laut McKinsey Studie werden die fossilen Brenn­stoffe auch in 2050 die Energie­er­zeu­gung domi­nieren. Öl, Gas und Kohle werden den weltweiten Energie­mix noch auf Jahr­zehnte anführen (müssen), da der Strom­bedarf in schnel­lerem Tempo steigt als die Umstel­lung auf erneu­er­bare Energien.
    Der weltweite Strombedarf wird vor allem aufgrund des Mehr­bedarfs in der Industrie und im Gebäudes­ektor von 20 - 40 % bis 2050 ansteigen. Nord­ameri­kanische Rechen­zentren tragen dabei am meisten zu diesem Anstieg bei. McKinsey geht davon aus, dass fossile Brenn­stoffe im Jahr 2050 etwa 41 - 55 % des welt­weiten Energie­verbrauchs aus­machen werden. Das ist zwar weniger als die heutigen 64 %, aber höher als frühere Prog­nosen.
  • 'World Enery Outlook' der IEA:
    Die Kombination aus einer voranschreitenden Energiewende, gepaart mit strukturellen Veränderungen der Weltwirtschaft, wird in der Zukunft erhebliche Auswirkungen auf den Öl- und Gasweltmarkt haben. Die Pariser Klimaziele bleiben aber ohne die internationale Zusam­men­arbeit absolut unerreichbar!
    Die Welt erlebt jedes Jahr von neuem eine höhere Durchschnittstemperaturen im zehntel Grad-Bereich.
     
  • Die Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die Ölnachfrage noch ein weiteres Jahrzehnt weiter ansteigen wird. Mit BIP-Wachstum und höherem Gesamt­energie­bedarf bestehen für die Dekar­boni­sierung gigantische Heraus­forde­rungen, besonders auch für den Flug­verkehr und für petro­chemi­sche Produkte.
     
  • Die Investitionen in erneuerbare Energien müssen vervierfacht werden, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.
    Die IRENA (Inter­natio­nal Renew­able Energy Agency) hat be­rech­net, dass sich die welt­weiten Investi­tionen in Tech­no­logien zur Energie­wende auf 5 Billionen jährlich vervier­fachen müssten, um den Tempe­ratur­anstieg auf +1,5 °C zu begrenzen. Täte man das nicht, käme das unsagbar teurer mit kata­stro­phalen Folgen.
    Laut UN ist kein „glaubwürdiger Weg“ beschritten, um den Anstieg der globalen Temperaturen bis 2040 auf 1,5°C über dem vor­indu[s-]trie­ellen Niveau zu begrenzen. Beim derzeitigen Kurs werden sie bis 2050 um 2,8°C ansteigen.
     
  • Die Europäische Union verschärft nochmals ihre Ziele für die erneu­erbaren Energien. Die EU ist dabei die Ziel­schwelle für den Anteil der Energieerzeugung aus Erneu­er­baren bis 2030 von 32% auf 42,5 % anzu­heben. Das gleiche Anteils­ziel wird für die Wasser­stoff­erzeu­gung aus Erneuerbarer Energie gesetzt.
     
  • Auch der Weltklimarat schlug mit seinem jüngsten Bericht Alarm hinsichtlich einer unbestreitbar beschleunigten Klimaerwärmung. Demnach könnte eine Erderwärmung um 1,5 Grad bei aktueller Entwicklung bereits bis 2030 erfolgen. Bislang hatte man damit erst etwa zehn Jahre später gerechnet. Dieses ist weder um­kehr­bar noch stoppbar. Diese Prozesse können mit größten Anstrengungen lediglich verlangsamt werden.
    Und statt zu sinken, steigen die globalen CO2-Emissionen. Die globale Erwärmung schreitet noch schneller voran als vor­aus­be­rech­net. Deren Folgen werden ver­heerend(!) ausfallen.
     
  • Die Menschheit ist auf dem unverantwortlich kritischen Weg, bis zum Jahr 2030 doppelt so viel an fossilen Brennstoffen zu verbrennen, wie verkraftbar wäre um die Erderwärmung unter +1,5 °C zu halten. Auch diese Zahl wird bereits gravierende und umwälzende Folgen für das globale Ökosystem mit sich bringen. Diese Auswirkungen sind absolut unumkehrbar und niemals wieder gutzumachen. "Wir stecken in einem tiefen Loch - und wir müssen sofort aufhören zu graben", beschwört das unabhängige Stockholm Environment Institute (SEI).
     

 

Klima-Krise

Wasserstoff / E-Fuels:  Neue Projekte

  • In Vision soll die Nordsee zum 'Green Power House' für Europa werden.
  • Der niederländische Netzbetreiber Tennet will mit Milliarden­investi­tionen den Ausbau von Leistungs-Strom­leitungen der dortigen Wind­parks vorantreiben. Siemens Energy sicherte sich dabei einen Milli­arden­auftrag. Beide Unter­nehmen sprechen von einem Meilen­stein für die euro­päische Energie­wende.
  • Die HH2E AG und die Schweizer MET Group haben ein Joint Venture für Entwicklung und Bau der bisher größten Produk­tions­anlagen für grünen Wasserstoff in Europa in Lubmin (Mecklen­burg-Vorpommern) gestartet. Das Projekt soll in der ersten Ausbau­stufe den Bau einer Power-to-X-Anlage der neuen Generation mit einer Kapazität von rund 6.000 Tonnen (200.000 MWh) grünem Wasserstoff pro Jahr ab 2025 umfassen. In Aus­bau­stufe 2 ist eine Leistung von über 1 GW ab 2023 geplant, wodurch mehr als 60.000 Tonnen grüner Wasser­stoff pro Jahr produziert und über 800.000 Tonnen direkter CO₂-Emis­si­onen jährlich vermieden werden können. Die Gesamt­investi­tionen dürften 1 Milliarde Euro übersteigen.
     

 

Entwicklung Ölmarkt

Gas-Liefer­ströme in Europa


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