Fakten + Analysen zum Ölmarkt

Ölmarktinfos und Prognosen zur Ölpreis­ent­wicklung

Entwick­lungen und Fakten

  • Laut Berechnung von Goldman Sachs ist die Ölproduktion der Länder um den persischen Golf um 14,5 Mio. Barrel am Tag gesunken. Das entspricht -57% gegenüber bezogen auf das Vorkriegsniveau.
  • Von der Nichtpassierbarkeit der Straße von Hormus sind weltweit etwa 178 Raffi­nerien betroffen, was 40% der globalen Raffinerie­kapazitäten ausmacht. Die Dimension der Einschnitte ist gigantisch und wird offenbar massiv unter­schätzt. Saudi-Arabien hat im April über das Rote Meer und den dortigen Seehafen Yanbu 4,0 Millionen Barrel am Tag exportieren können.
  • Die EU hat ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland endlich verabschiedet. Ungarn und Slowenien haben den Weg freigemacht. Die Drushba-Pipeline transportiert wieder Rohöl.
  • Iran-Konflikt:
    Hormus ist weiterhin unpassierbar. Und jeder Tag, den die Sper­rung fort­dauert, führt zu weiteren Ange­bots­eng­pässen auf dem Öl- und Gas­weltmarkt.
  • Der Ölpreis-Schock durch den Iran-Krieg hat seit Anfang März die globale Wirtschaft in Stress­modus versetzt.
  • Wegen der iranischen Blockade der Straße von Hormus kann das in der Golf­region geförderte Öl und Gas derzeit nicht per Tanker zu den Abnehmer­ländern trans­portiert werden. Viele hundert Schiffe warten beim Persi­schen Golf auf die Mög­lich­keit einer Ein- oder Ausfahrt. Mit der anhaltenden Nicht­passier­barkeit ist die Ölpro­duktion weltweit gesehen bereits um über 6% zurück­gegangen. Die Anrainer­staaten des Persischen Golfs sind gezwungen ihre Ölförder­mengen zu drosseln. Dortige Puffer­tank­lager sind bis an ihre Kapa­zitäts­grenzen voll.
  • Die IEA hat 400 Millionen Barrel aus den SPR für den kommer­ziellen Markt freige­geben. Man will Engpässen frühzeitig vorbeugen und eine Ausuferung der Ölpreise dämpfen. In Asien und in den USA erfolgen die Freigaben umgehend, in Europa erst ab Ende des Monats.
  • Saudi-Arabien will seine Ost-West Pipeline zum Roten Meer und den dortigen Ölhafen Yanba mit voller Leistung von rund 7 Mio. Barrel Rohöl am Tag nutzen. Allerdings kann die 1200 km lange Pipeline schnell ein Sabo­tage­ziel werden.
  • Das Emirat Katar hat die weltweit größte LNG‑Produktionsanlage aus Sicherheits­gründen herunter­gefahren. Selbst bei einer sofortigen Öffnung der Straße von Hormus würde es rund einen Monat benötigen, bis die Produktion wieder vollständig läuft.
  • Der Iran-Krieg ist in einen Flächenbrand für die Golfregion gelaufen. Mit der Blockade der Straße von Hormus ist inzwischen die Welt­wirt­schaft fatal getroffen. Die höheren Ölpreise haben fatale Teuerungs­wirkung auf viele der welt­weiten Wirt­schafts­güter.
     

 

Bad News für den Ölmarkt.

Markt- und Preisein­schät­zungen

  • Ölpreise von über 100 Dollar/Barrel könnten den aufstrebenden Ölproduktionsländern in Südamerika sehr zum Vorteil geraten. Laut Rystad Energy könnten dortige Länder bei solch hohem Ölpreiseniveau deutlich schneller inves­tieren und bis 2035 die Tagesproduktion zusammen um mehr als zwei Millionen Barrel steigern.
  • Laut Einschätzung der CITI Bank könnten sich die Gesamt­aus­fälle auf dem Ölwelt­markt durch die Sper­rung von Hormus auf rund 1,3 Milli­arden Barrel belaufen. Das könnte das Ölpreis­niveau im II. Quartal in den Bereich von 110 USD/B hoch­treiben.
  • Bei der ING Bank sind die Analysten der Ansicht, dass die Märkte die anhaltenden Angebotsstörungen stark unter­schätzen. "Der Opti­mismus scheint die Realität des Ange­bots­schocks zu über­decken“, sagt die ING.
  • Die IEA bezeichnet die aktuelle Ölmarktsituation als die größte Angebotsunterbrechung in der Geschichte.
  • Die Analysten von Macquarie prognostizieren Ölpreise von bis zu 200 Dollar/B im Fall, dass Hormus bis in das zweite Halbjahr hinein unpassierbar bliebe.
  • Die Goldman Sachs hat seine Prognose für den Durch­schnitts­preis der Rohöl­leit­sorte Brent in 2026 von 77 auf 85 Dollar je Barrel nach oben revidiert. Für die US-Hauptsorte WTI sieht die Invest­ment­bank einen Jahres­mittel­preis von 79 Dollar je Barrel, zuvor 72 USD/B.
  • Die US‑Energiebehörde EIA rechnet mit Rohölpreisen von 90 - 100 USD/B bis in den Sommer und erst in 2027 mit einem Rückgang auf etwa 63 USD/B.
  • J.P. Morgan warnt davor, dass die Ölpreise die Marke von 150 US-Dollar je Barrel übersteigen, falls der Iran-Krieg bis Mitte Mai fortdauert.
  • J.P. Morgans Ölpreisprognose von Jahres­anfang tritt offen­sichtlich nicht ein. Die Bank hielt es im Extrem für möglich, dass die Ölpreise in den nächsten zwei Jahren schritt­weise um die Hälfte sinken, bis auf ein Niveau von rund 35 USD/Barrel. Der Iran-Krieg hat diese Prognose aber komplett über den Haufen geworfen!
     

 

Onshore Öllager

Ukraine-Krieg fortdauernd

  • Die ukrainische Armee hat in ihrem Abwehrkampf erneut Anlagen der russischen Ölindustrie erfolgreich angegriffen. Ziel war die Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer sowie Ölanlagen in Perm im Ural und in Orenburg in Süden Russlands.
  • Militärfachleute meinen, dass im Ukrainekrieg keine größeren territorialen Gewinne mehr möglich sind, weder für die ein noch für die andere Seite. An der Front herrscht Stellungskrieg und Drohnenkrieg. Parallel wird im Hinterland die Infrastruktur massiv und unsäglich zerbombt.
  • Die EU hat ihr zuvor blockiertes 20. Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg gebracht. Darin enthalten sind Maß­nahmen gegen Ölum­schlag­häfen in Georgien und Indo­nesien.
  • Durch die Druschba-Pipeline fließt wieder russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn und Slowenien.
  • Moskau könnte im Ukraine-Krieg seine Ziele verringern. Der Kreml-Sprecher Peskov deutete Mitte April an, dass im terri­torialen Streit zwischen Russland und der Ukraine der Kreml gewisse Abstriche machen könnte. Es seinen weniger als 18% der Fläche der vier Provinzen im Südosten noch zu erobern. Damit hätten die Kampf­ein­heiten dann die Verwal­tungs­grenzen erreicht und die Kriegs­hand­lungen könnten enden, so Peskov.
  • Die Ukraine hat im März und im April mit Drohnen­angriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie eine Vielzahl an wichtigen Objekten in Brand gesetzt. Ölhäfen ist schwer beschädigt und Raffinerien standen in Brand. Offenbar hat die Ukraine auch neue Lang­strecken­drohnen des Typs 'An-196 Ljutyj' erfolgreich einge­setzt.
     

 

Ölproduktion Iran

Monatliche Marktreports mit Jahres­ausblick

  • EIA Monatsbericht April:

    Das US Energieministerium (EIA) sieht das globale Ölnach­frage­wachstum 2026 bei +0,6 Mio. B/T und für 2027 bei +1,6 Mio. B/T.
    Das Produktionswachstum 2026 wird auf -2,0 Mio. B/T und für 2027 auf +5,2 Mio. B/T geschätzt.
    Der Durchschnittspreis für das Fass der Leitsorte Brent wird 2026 bei 96 Dollar und 2027 bei 76 Dollar gesehen. Durch den Iran-Krieg sind hierbei die Preis­unsicher­heiten sehr groß. Die Auswir­kungen des Iran-Krieges mit den massiven Ausfällen der Ölver­schiffung und den sich daraus ergebenden Export­aus­fällen aus der Golf­region haben große Preiswirkung.
  • IEA Monatsbericht April:

    In ihrem April-Report gibt die IEA folgende Prognosen:
    - Nachfragewachstum 2026 auf -0,1 Mio. B/T gesenkt.
    - Rückgang des Ölangebots gesamt von -1,5 Mio. B/T.
    - Rückgang des OPEC+ Angebots um -2,4 Mio. B/T.
  • OPEC Monatsbericht März:

    In ihrem aktuellen Monatsbericht März belässt die OPEC ihre Prognosen zum Nachfrage­wachstum für 2026 und 2027 unverändert bei +1,4 Mio. B/T bzw. +1,3 Mio. B/T. Zudem geht die OPEC für dieses und das kommende Jahr weiterhin von einem Zuwachs des Ölangebots außerhalb der OPEC+ von jeweils +0,6 Mio. B/T aus. Das Ölkartell hat die eigene Rohöl­produktion im Februar um +0,16 Mio. B/T auf insgesamt 28,6 Mio. B/T erhöht. Weiterhin sieht die OPEC den Ölmarkt weit ausge­glichener als die EIA und die IEA. Die sich aus dem Iran-Krieg entwickelnden Verzer­rungen sind zu wenig einschätzbar, als dass sie umfänglich in die aktuelle Prognose einfließen konnten.

 

OPEC, Opec+

US Ölmarkt

  • Endphase der US-Schieferöl- u. Schiefergasförderung:
    Der Schieferölkonzern Continental hat mitgeteilt, seine Bohrungen und Erschließung in der Bakken-Region (North Dakota) nach 30 Jahren nun offiziell einzustellen. Man nimmt keine neuen Bohraktionen mehr in Angriff.
    Begündung: Die Ölpreise fallen tendenziell und die Rechnung immer schlechter wird. Das Schema, "schnell bohren, noch schneller fertigstellen, Produktion schnell ans Netz bringen, Rechnungen bezahlen", geht nicht mehr auf. Diese Strategie funktionierte bislang, weil die Unternehmen auf den besten Flächen operierten und mit den Horizontalbohrungen die Effizienz gesteigerten. Hinzu kommt jetzt, dass der Mann im Weißen Haus noch billigeres Öl will.
     
  • Die Ölförderleistung in den USA hatte im Oktober '26 einen neuen Rekordwert von 13,87 Mio. Barrel Rohöl erreicht. Die USA sind mit Abstand die Nr. 1 bei den Förder­mengen. Im Januar ist sie auf 13,73 etwas zurückgegangen.
  • Nach Einschätzung von Diamondback Energy, dem größten unab­hängigen US Schiefer­ölför­derer, dürfte die Förder­leistung in den meisten Regionen in 2026 ihren Höhe­punkt erreicht haben. Die Möglichkeit des Abrutschens der Ölpreise auf nur 60 Dollar/B bewirken Vorsicht und Zurück­haltung bei den Neu­investi­tionen.
  • Neben der Schieferöl-Produktionsmengen wächst auch die Ölförderung im Golf von America (Golf von Mexico) deutlich an. In 2026 könnte dort ein Allzeithoch von 2,6 Mio. B/T erreicht worden sein. Projekte zur Kohlenstoffabscheidung und deren Tiefenspeicherung sollten nächste Schwerpunkte der Offshore-Entwick­lungen sein. Hinter allem steht mit Trump im Amt aber ein großes Fragezeichen.
  • Kanada sucht sich für sein Öl neue Märkte außerhalb der USA. Zukünftig soll sehr viel kanadisches Öl und Gas nach Europa, Japan und vor allem auch China gehen. Man will raus aus der Liefer­abhän­gigkeit von den USA. Dazu soll die 'Trans Mountain Pipeline' von Edmonton zu den Tanker­verla­dungen in Van­couver auf etwa 50% mehr Durchsatz ausgebaut werden. China zeigt zunehmend großes Interesse an Kanadas saurem Rohöl.
     

 

Ölproduktion, Lagermengen, Energiesektor, erneuerbare Energien

Endzeit der Dollar-Dominanz

  • Chinas offizielle Goldreserven liegen bei 2.290 Tonnen. Ein atem­berau­bender Anstieg um 61% in nur wenigen Jahren. Und wahr­schein­lich sind die tatsäch­lichen Mengen noch deutlich höher. Zudem haben chinesische Versicherungsunternehmen Gold für 27 Milliarden Dollar gekauft. Auch trennen sich Chinas Bürger von ihren Yuan Rücklagen und kaufen händer­ingend Gold, da ihr Vertrauen in die heimische Wirtschaft schwindet. In China läuft eine der aggres­sivsten Gold­hortungs­phasen der modernen Geschichte. Das wird zu einem Akt wirt­schaft­licher Kriegs­führung. China bereitet die Bühne für den Sturz der globalen US-Dollars Dominanz vor.
  • Jahrzehntelang war die Welt gezwungen, ihr Öl und viele andere Wirt­schafts­güter in US-Dollar zu kaufen. Dieses System stützte Amerikas wirt­schaft­liche Dominanz und ermög­lichte es, unvor­stell­bare Geld­summen ohne unmittelbare Konse­quenzen zu drucken. Jetzt reißt aber China dieses Fundament ausein­ander. Goldbarren ersetzen die Dollar­rücklagen. Saudi-Arabien akzeptiert bereits den Yuan für seine Ölverkäufe und bricht damit mit der Petrodollar-Tradition. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) entwickeln aktiv eine gold­gedeckte Konkurrenz-Währung.
  • Die Folgen für die USA werden verheerend sein. Die Nachfrage nach US-Dollar wird abflauen. Staaten werden keine Dollar-Sicher­heiten mehr brauchen, wenn es goldge­deckte Alter­nativen gibt. Staats­anleihen-Auktionen werden scheitern, was die Fed dann dazu zwingt, mehr Geld zu drucken. Und das läuft unwei­gerlich in eine Dollar-Entwertung.
  • Gold ist nicht mehr nur ein Investitions- und Absicherungs­gut. Gold wird das Fundament für eine neues globales Finanz­markt­system werden.

 

Konjunktur Chinas

World Oil Outlook der OPEC

  • Die OPEC hat in ihrem vielbe­achteten jährlichen 'World Oil Outlook' die Prognosen für die mittel- und länger­fristige Ölnachfrage ange­hoben.
  • Bis 2050 soll der weltweite Ölbedarf demnach noch auf 120 Mio. Barrel/Tag ansteigen. Auch soll der Anteil an Verbren­nungs­motoren in 2050 noch bei über 70% liegen, getrieben von Ländern, die nicht der OECD angehören.
  • Damit widerspricht die OPEC grundsätzlich den Outlook-Berichten der IEA und von BP, die einen erheblichen Ölbe­darfs­rück­gang sehen.
  • Exxon Mobil hingegen geht für 2050 von einem ähnlich hohen Ölbedarf wie heute aus und schätzt, dass dieser bis 2050 kontinu­ierlich bei über 100 Mio. Barrel/Tag bleiben wird.
  • Allerdings sehen mehrere andere Ölkonzerne das Hochplateau bereits in den dreißiger Jahren, und damit früher erreicht.
     

 

Onshore Öllager

Klimage­fahren

  • Energiebedarf + Energieerzeugung bis 2050:
    Laut McKinsey Studie werden die fossilen Brenn­stoffe auch in 2050 die Energie­er­zeu­gung domi­nieren. Öl, Gas und Kohle werden den weltweiten Energie­mix noch auf Jahr­zehnte anführen (müssen), da der Strom­bedarf in schnel­lerem Tempo steigt als die Umstel­lung auf erneu­er­bare Energien.
    Der weltweite Strombedarf wird vor allem aufgrund des Mehr­bedarfs in der Industrie und im Gebäudes­ektor von 20 - 40 % bis 2050 ansteigen. Nord­ameri­kanische Rechen­zentren tragen dabei am meisten zu diesem Anstieg bei. McKinsey geht davon aus, dass fossile Brenn­stoffe im Jahr 2050 etwa 41 - 55 % des welt­weiten Energie­verbrauchs aus­machen werden. Das ist zwar weniger als die heutigen 64 %, aber höher als frühere Prog­nosen.
  • 'World Enery Outlook' der IEA:
    Die Kombination aus einer voranschreitenden Energiewende, gepaart mit strukturellen Veränderungen der Weltwirtschaft, wird in der Zukunft erhebliche Auswirkungen auf den Öl- und Gasweltmarkt haben. Die Pariser Klimaziele bleiben aber ohne die internationale Zusam­men­arbeit absolut unerreichbar!
    Die Welt erlebt jedes Jahr von neuem eine höhere Durchschnittstemperaturen im zehntel Grad-Bereich.
     
  • Die Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die Ölnachfrage noch ein weiteres Jahrzehnt weiter ansteigen wird. Mit BIP-Wachstum und höherem Gesamt­energie­bedarf bestehen für die Dekar­boni­sierung gigantische Heraus­forde­rungen, besonders auch für den Flug­verkehr und für petro­chemi­sche Produkte.
     
  • Die Investitionen in erneuerbare Energien müssen vervierfacht werden, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.
    Die IRENA (Inter­natio­nal Renew­able Energy Agency) hat be­rech­net, dass sich die welt­weiten Investi­tionen in Tech­no­logien zur Energie­wende auf 5 Billionen jährlich vervier­fachen müssten, um den Tempe­ratur­anstieg auf +1,5 °C zu begrenzen. Täte man das nicht, käme das unsagbar teurer mit kata­stro­phalen Folgen.
    Laut UN ist kein „glaubwürdiger Weg“ beschritten, um den Anstieg der globalen Temperaturen bis 2040 auf 1,5°C über dem vor­indu[s-]trie­ellen Niveau zu begrenzen. Beim derzeitigen Kurs werden sie bis 2050 um 2,8°C ansteigen.
     
  • Die Europäische Union verschärft nochmals ihre Ziele für die erneu­erbaren Energien. Die EU ist dabei die Ziel­schwelle für den Anteil der Energieerzeugung aus Erneu­er­baren bis 2030 von 32% auf 42,5 % anzu­heben. Das gleiche Anteils­ziel wird für die Wasser­stoff­erzeu­gung aus Erneuerbarer Energie gesetzt.
     
  • Auch der Weltklimarat schlug mit seinem jüngsten Bericht Alarm hinsichtlich einer unbestreitbar beschleunigten Klimaerwärmung. Demnach könnte eine Erderwärmung um 1,5 Grad bei aktueller Entwicklung bereits bis 2030 erfolgen. Bislang hatte man damit erst etwa zehn Jahre später gerechnet. Dieses ist weder um­kehr­bar noch stoppbar. Diese Prozesse können mit größten Anstrengungen lediglich verlangsamt werden.
    Und statt zu sinken, steigen die globalen CO2-Emissionen. Die globale Erwärmung schreitet noch schneller voran als vor­aus­be­rech­net. Deren Folgen werden ver­heerend(!) ausfallen.
     
  • Die Menschheit ist auf dem unverantwortlich kritischen Weg, bis zum Jahr 2030 doppelt so viel an fossilen Brennstoffen zu verbrennen, wie verkraftbar wäre um die Erderwärmung unter +1,5 °C zu halten. Auch diese Zahl wird bereits gravierende und umwälzende Folgen für das globale Ökosystem mit sich bringen. Diese Auswirkungen sind absolut unumkehrbar und niemals wieder gutzumachen. "Wir stecken in einem tiefen Loch - und wir müssen sofort aufhören zu graben", beschwört das unabhängige Stockholm Environment Institute (SEI).
     

 

Klima-Krise

Wasserstoff / E-Fuels:  Neue Projekte

  • In Vision soll die Nordsee zum 'Green Power House' für Europa werden.
  • Der niederländische Netzbetreiber Tennet will mit Milliarden­investi­tionen den Ausbau von Leistungs-Strom­leitungen der dortigen Wind­parks vorantreiben. Siemens Energy sicherte sich dabei einen Milli­arden­auftrag. Beide Unter­nehmen sprechen von einem Meilen­stein für die euro­päische Energie­wende.
  • Die HH2E AG und die Schweizer MET Group haben ein Joint Venture für Entwicklung und Bau der bisher größten Produk­tions­anlagen für grünen Wasserstoff in Europa in Lubmin (Mecklen­burg-Vorpommern) gestartet. Das Projekt soll in der ersten Ausbau­stufe den Bau einer Power-to-X-Anlage der neuen Generation mit einer Kapazität von rund 6.000 Tonnen (200.000 MWh) grünem Wasserstoff pro Jahr ab 2025 umfassen. In Aus­bau­stufe 2 ist eine Leistung von über 1 GW ab 2023 geplant, wodurch mehr als 60.000 Tonnen grüner Wasser­stoff pro Jahr produziert und über 800.000 Tonnen direkter CO₂-Emis­si­onen jährlich vermieden werden können. Die Gesamt­investi­tionen dürften 1 Milliarde Euro übersteigen.
     

 

Entwicklung Ölmarkt

Gas-Liefer­ströme in Europa


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