Fakten + Analysen zum Ölmarkt
Ölmarktinfos und Prognosen zur Ölpreisentwicklung
Entwicklungen und Fakten
- Saudi-Arabien exportiert das meiste seiner Ölmengen über das Rote Meer, und zwar nach Norden über Suez. Die Südroute über 'Bab-al.-Mandeb' ist sehr risikoreich wegen möglicher Attacken der Huthi, sowie die Straße von Hormus wegen Angriffe des Iran auf die Schiffe. Saudi-Aramco hat seinen Kunden für September vollumfänglich die bestellten Liefermengen zugesagt.
- In einem Militärpakt verbünden sich Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan (eine Atommacht) im Abwehrkampf gegen vom Iran unterstützte Milizenverbände, die im Jemen (Huthi) und vom Irak aus agieren. Weitere Länder wie Ägypten könnten zu diesem Mekka-Pakt dazustoßen.
- Ölkonzerne schlagen aus dem Iran-Krieg Profit, indem man mit hohen Produktpreise gearbeitet hat und diese fortführt.
- Brasilien hat seine Rohölproduktion im letzten Jahr um +19% auf auf 4,5 Mio. Barrel/Tag gesteigert.
- In London hat der Seeversicherungsmarkt die Hochrisiko-Zone auf das Rote Meer ausgeweitet.
- Ende Juli wird nunmehr Saudi-Arabien in den Iran/USA-Krieg direkt mit hineingezogen. Die Huthi greifen vielfach saudische Ölanlagen an. Die Saudies unterstützen die USA bei Luftschlägen auf pro-iranische Milizen im Irak.
- China kauft verstärkt russisches Rohöl, um die Risiken bei Ausfällen von Öllieferungen aus der Region Persischer Golf zu verringern.
- Asiatische Raffinerien kaufen aktuell verstärkt Rohöl von nord- und südamerikanischen Anbietern. Man umgeht damit die Ausfallrisiken für Nahost-Öl.
- In den USA sind die eingelagerten strategischen Erdölreserven (SPR) auf den niedrigsten Stand seit 1983 gesunken. Laut EIA haben sich die SPR-Bestände auf unter 320 Millionen Barrel reduziert, dem niedrigste Stand seit April 1983.
- Laut Marktdaten hat die Blockade von Hormus im zweiten Quartal 2026 zu einem Angebotsdefizit von 5 bis 6 Mio. Barrel Rohöl am Tag geführt.
Markt- und Preiseinschätzungen
- Namhafte Marktanalysten machten zuletzt folgende Ölpreisprognosen für den Herbst und Winter.
(Allerdings wird man das wohl bald nach oben revidieren müssen.) - • Goldman Sachs: 80 - 90 USD/Barrel.
• JP Morgan: 100 USD/Barrel.
• HSBC: 75 - 80 Dollar/Barrel.
• Morgan Stanley: 70 Dollar/Barrel.
• Citi Group: 60 - 65 Dollar/Barrel.
• Bank of America für 2027 Rohöl bei 70 Dollar/Barrel
• Die US‑Energiebehörde EIA sieht Rohöl in 2027 bei 74 USD/B. - Saudi-Aramco bezifferte das Defizit auf dem Ölweltmarkt nach drei Monaten Iran-Konflikt auf eine Milliarden Barrel Rohöl.
- Die OPEC rechnet erst nach 2050 mit dem Ende des Wachstums des Weltölbedarfs.
- Die IEA (Paris) sagt, dass die weltweiten Ölbestände im zweiten Quartal auf kritische Niveaus zusammengeschmolzen sind. Damit ist der Markt deutlich preisanfälliger im Falle erneuter Angebotsunterbrechungen.
Monatsberichte von EIA und IEA
IEA-Report August:
- Laut IEA verschärft sich in der Auswirkung des Iran-Konflikts der Engpass bei der Ölversorgung.
- Im III. Quartal droht weltweit ein Versorgungsdefizit von 1,8 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Das ist mehr als das Doppelte der vorausgegangenen Prognose.
- Erhöhte Kosten für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel sind ein Inflationstreiber. Diesel gilt als einer der Pfeiler der Weltwirtschaft.
- Sollte eine sich verschärfende Eskalation im USA/Iran-Konflikt eintreten, könnte das die IEA-Prognose einer massiven Ölüberversorgung in 2027 allerdings in das Gegenteil verdrehen.
EIA-Report Juli:
- Mit der aktuellen Entwicklung hat die EIA die Produktionserwartungen der OPEC-Länder nach unten korrigiert. Hatte die OPEC im Juli noch 20,4 Mio. B/T gefördert, erwartet man für August nur noch 18,4 Mio. B/T, während Reservekapazität faktisch nicht existent sind. Die OPEC hat damit keine Möglichkeit Knappheiten in der Versorgung auszugleichen und bleibt weit hinter ihrem eigentlichen Potenzial zurück.
- Preisprognose für 2027: Im kommenden Jahr dürften die Ölpreise sinken. Bis Ende 2027 in die Region von 61 USD/Barrel.
Ukraine-Krieg fortdauernd
- Russische Angriffe verhindern zum Großteil das die Ukraine ihr Getreide exportieren kann. Anfang August erfolgten dutzende russische Attacken auf Häfen und Schiffe im Schwarzen Meer. Dadurch brechen die Getreideexporte um dramatische 75% ein. Die ukrainische Hafenbehörde registrierte im Juli und Anfang August mehr als 70 Angriffe auf Häfen und den Beschuss von 62 Schiffen.
- Vor drei Wochen hat die EU ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Dadurch wurden weitere 41 Schiffe auf die Sanktionsliste gesetzt, was die Schiffsanzahl der Schattenflotte auf 673 hochgesetzt hat. Auch gegen Unternehmen, die die Schattenflotte betanken oder mit anderen Dienstleistungen unterstützen, sind die Maßnahmen ausgeweitet worden. Moskau erwägt nun im Gegenzug in russischen Häfen Schiffe aus der EU mitsamt Ladung zu konfiszieren.
- Russlands Raffinerieproduktion ist auf den tiefstem Stand seit 24 Jahren zurückgefallen. Mit der Intensivierung ukrainischer Drohnenattacken, bei denen man inzwischen fast täglich russische Raffinerien, Öltanker, Pipelines und die Exportinfrastruktur ins Visier nimmt, ist die Rohölverarbeitung in Russland auf 3,6 Mio. B/T eingebrochen. Gut ein Drittel der Kapazitäten ist offline. Allein im Juli griff Kiew 18 Raffinerien an.
- Putins unsäglicher Krieg weitet sich mehr und mehr auch auf das russische Hinterland aus. Die Ukraine ist mit neuen Mittel- und Langstreckendrohen in seinen Angriffen auf die Raffinerien, Ölhäfen und Großtanklager erfolgreich. Auch kann man andere strategiesche Ziele treffen, sei es in Moskau, in St. Petersburg oder sonstwo tausende Kilometer entfernt. Benzin und andere Treibstoffe sind knapp und werden bereits rationiert. Man erwägt sogar, Kraftstoffe zu importieren. Putin kommt endlich unter Druck. Die Wirtschaft steckt in schwerer, sich verschärfender Krise. In vielen Großstädten brennen die riesigen und so wichtigen Warenlager von 'Wildberries'.
- Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf gegen Russland in den letzten Wochen und Monaten viele Anlagen der russischen Ölindustrie erfolgreich angegriffen. Ziele waren u. a. die Hafenstädte am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer, sowie Ölanlagen im Westen und Südwesten Russlands. Russland hingegen nimmt immer wieder Kiew, Odessa und die Industriestädte im Westen des Donbass ins Visier.
- Militärfachleute meinen, dass im Ukrainekrieg keine größeren territorialen Gewinne mehr möglich sind, weder für die eine noch für die andere Seite. An der Front herrscht Stellungskrieg und Drohnenkrieg. Parallel wird im Hinterland die Infrastruktur unsäglich zerbombt.
- Moskau könnte im Ukraine-Krieg seine Ziele verringern. Der Kreml-Sprecher Peskov deutete Mitte April an, dass im territorialen Streit zwischen Russland und der Ukraine der Kreml gewisse Abstriche machen könnte. Es seinen weniger als 18% der Fläche der vier Provinzen im Südosten noch zu erobern. Damit hätten die Kampfeinheiten dann die Verwaltungsgrenzen erreicht und die Kriegshandlungen könnten enden, so Peskov. Von anderen Stimmen aus Moskau ist dagegen im Juli nicht von Abstrichen bei Russlands Kriegszielen die Rede.
Nadelöhr 'Bab al-Mandeb' - Huthi-Bedrohung
- Die Seestraße von 'Bab-al-Mandeb', das Nadelöhr zum Roten Meer, kann zu einem zweiten 'Hormus' werden.
Die Huthi-Rebellen im Jemen warnen die großen Reedereien vor einem Anlaufen saudischer Häfen. Am Roten Meer ist der Ausweichhafen von 'Yanbu al-Bahr' für Saudi-Arabien von extremer Wichtigkeit. Täglich werden etwa 5 Mio. Barrel Rohöl von den Ölfeldern am Persischen Golf mittels einer 1000 km langen Ost-West-Pipeline zum Yanbu Ölhafen verbracht, um dortige Großtanker zu beladen. - Mit der letzten Juli-Woche haben die Huthi eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verkündet. Damit eröffneten sie im Iran-Konflikt eine potenzielle neue Front gegen die Aktionen der USA. Gleichzeitig sind dadurch die weltweite Energieversorgung und der globale Handel über die Golfregion hinaus massiv gefährdet.
- Zur Abwehr der Huthi-Gefährdung hat man unter saudischer Führung aktuell eine Militärkoalition gegründet. Diese soll den Schiffsverkehr vom, zum und im Roten Meer sichern. Auf alle Drohungen der Huthi gegen passierende Schiffe will man rasch und entschlossen reagieren, da solches einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt und als Piraterie zu werten ist.
- In der Nacht auf den 26. Juli haben Huthi-Milizen mehrere ballistische Raketen auf Ölraffinerien in Saudi-Arabien abgefeuert. Zum Glück konnten diese abgefangen werden. In der anderen Richtung gab es ebenfalls Luftschläge auf Huthi-Ziele im Jemen.
US-Ölmarkt
- Wurde zu Jahresbeginn noch das Bild von der Endphase der US-Schieferöl- u. Schiefergasförderung gezeichnet, so ist die Situation im Frühjahr 2026 plötzlich eine völlig andere. Mit dem Iran-Krieg ist die globale Versorgung mit Öl und Gas aus der Region Persischer Golf zu großen Teilen abgeschnitten. Da inzwischen längerfristig von erheblichen Angebotsdefiziten ausgegangen wird, könnte die US Schieferölbranche vor einer neuen Renaissance stehen. Trump will zwar billigeres Öl, aber dazu kommt es nicht.
- Die Ölförderleistung in den USA hatte im Oktober '26 einen neuen Rekordwert von fast 13,9 Mio. Barrel Rohöl erreicht. Die USA sind mit Abstand die Nr. 1 bei den Fördermengen, die sich im Mai bei 13,6 Mio. Barrel/Tag bewegen.
- Kanada sucht sich für sein Öl neue Märkte außerhalb der USA. Zukünftig soll sehr viel kanadisches Öl und Gas nach Europa, Japan und vor allem auch China gehen. Man will raus aus der Lieferabhängigkeit von den USA.
- Dazu hat man die 'Trans Mountain Pipeline' von Edmonton in Alberta zu den Tankerverladungen in Vancouver auf 50% mehr Durchsatz und damit 890.000 Barrel/Tag ausgebaut.
Endzeit der Dollar-Dominanz
- Über ein halbes Jahrhundert lang war die Welt gezwungen, ihr Öl und viele andere Wirtschaftsgüter in US-Dollar zu kaufen. Dieses System stützte Amerikas wirtschaftliche Dominanz und ermöglichte es, unvorstellbare Geldsummen ohne unmittelbare Konsequenzen zu drucken. Jetzt reißt aber vor allem China dieses Fundament auseinander. Goldbarren ersetzen die Dollarrücklagen. Saudi-Arabien akzeptiert bereits den Yuan für seine Ölverkäufe und bricht damit mit der Petrodollar-Tradition. Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) entwickeln aktiv eine goldgedeckte Konkurrenz-Währung.
- Die Folgen für die USA werden verheerend sein. Die Nachfrage nach US-Dollar wird abflauen. Staaten werden keine Dollar-Sicherheiten mehr brauchen, wenn es goldgedeckte Alternativen gibt. Staatsanleihen-Auktionen werden scheitern, was die Fed dann dazu zwingt, mehr Geld zu drucken. Und das läuft unweigerlich in eine Dollar-Entwertung.
- Gold ist nicht mehr nur ein Investitions- und Absicherungsgut. Gold wird das Fundament für eine neues globales Finanzmarktsystem werden.
World Oil Outlook der OPEC
- Die OPEC hat in ihrem vielbeachteten jährlichen 'World Oil Outlook' die Prognosen für die mittel- und längerfristige Ölnachfrage angehoben.
- Bis 2050 soll der weltweite Ölbedarf demnach noch auf 120 Mio. Barrel/Tag ansteigen. Auch soll der Anteil an Verbrennungsmotoren in 2050 noch bei über 70% liegen, getrieben von Ländern, die nicht der OECD angehören.
- Damit widerspricht die OPEC grundsätzlich den Outlook-Berichten der IEA und von BP, die einen erheblichen Ölbedarfsrückgang sehen.
- Exxon Mobil hingegen geht für 2050 von einem ähnlich hohen Ölbedarf wie heute aus und schätzt, dass dieser bis 2050 kontinuierlich bei über 100 Mio. Barrel/Tag bleiben wird.
- Allerdings sehen mehrere andere Ölkonzerne das Hochplateau bereits in den dreißiger Jahren, und damit früher erreicht.
Klimagefahren
- Energiebedarf + Energieerzeugung bis 2050:
Laut McKinsey Studie werden die fossilen Brennstoffe auch in 2050 die Energieerzeugung dominieren. Öl, Gas und Kohle werden den weltweiten Energiemix noch auf Jahrzehnte anführen (müssen), da der Strombedarf in schnellerem Tempo steigt als die Umstellung auf erneuerbare Energien.
Der weltweite Strombedarf wird vor allem aufgrund des Mehrbedarfs in der Industrie und im Gebäudesektor von 20 - 40 % bis 2050 ansteigen. Nordamerikanische Rechenzentren tragen dabei am meisten zu diesem Anstieg bei. McKinsey geht davon aus, dass fossile Brennstoffe im Jahr 2050 etwa 41 - 55 % des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen werden. Das ist zwar weniger als die heutigen 64 %, aber höher als frühere Prognosen. - 'World Enery Outlook' der IEA:
Die Kombination aus einer voranschreitenden Energiewende, gepaart mit strukturellen Veränderungen der Weltwirtschaft, wird in der Zukunft erhebliche Auswirkungen auf den Öl- und Gasweltmarkt haben. Die Pariser Klimaziele bleiben aber ohne die internationale Zusammenarbeit absolut unerreichbar!
Die Welt erlebt jedes Jahr von neuem eine höhere Durchschnittstemperaturen im zehntel Grad-Bereich.
- Die Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die Ölnachfrage noch ein weiteres Jahrzehnt weiter ansteigen wird. Mit BIP-Wachstum und höherem Gesamtenergiebedarf bestehen für die Dekarbonisierung gigantische Herausforderungen, besonders auch für den Flugverkehr und für petrochemische Produkte.
- Die Investitionen in erneuerbare Energien müssen vervierfacht werden, um die Klimaziele von Paris zu erreichen.
Die IRENA (International Renewable Energy Agency) hat berechnet, dass sich die weltweiten Investitionen in Technologien zur Energiewende auf 5 Billionen jährlich vervierfachen müssten, um den Temperaturanstieg auf +1,5 °C zu begrenzen. Täte man das nicht, käme das unsagbar teurer mit katastrophalen Folgen.
Laut UN ist kein „glaubwürdiger Weg“ beschritten, um den Anstieg der globalen Temperaturen bis 2040 auf 1,5°C über dem vorindu[s-]trieellen Niveau zu begrenzen. Beim derzeitigen Kurs werden sie bis 2050 um 2,8°C ansteigen.
- Die Europäische Union verschärft nochmals ihre Ziele für die erneuerbaren Energien. Die EU ist dabei die Zielschwelle für den Anteil der Energieerzeugung aus Erneuerbaren bis 2030 von 32% auf 42,5 % anzuheben. Das gleiche Anteilsziel wird für die Wasserstofferzeugung aus Erneuerbarer Energie gesetzt.
- Auch der Weltklimarat schlug mit seinem jüngsten Bericht Alarm hinsichtlich einer unbestreitbar beschleunigten Klimaerwärmung. Demnach könnte eine Erderwärmung um 1,5 Grad bei aktueller Entwicklung bereits bis 2030 erfolgen. Bislang hatte man damit erst etwa zehn Jahre später gerechnet. Dieses ist weder umkehrbar noch stoppbar. Diese Prozesse können mit größten Anstrengungen lediglich verlangsamt werden.
Und statt zu sinken, steigen die globalen CO2-Emissionen. Die globale Erwärmung schreitet noch schneller voran als vorausberechnet. Deren Folgen werden verheerend(!) ausfallen.
- Die Menschheit ist auf dem unverantwortlich kritischen Weg, bis zum Jahr 2030 doppelt so viel an fossilen Brennstoffen zu verbrennen, wie verkraftbar wäre um die Erderwärmung unter +1,5 °C zu halten. Auch diese Zahl wird bereits gravierende und umwälzende Folgen für das globale Ökosystem mit sich bringen. Diese Auswirkungen sind absolut unumkehrbar und niemals wieder gutzumachen. "Wir stecken in einem tiefen Loch - und wir müssen sofort aufhören zu graben", beschwört das unabhängige Stockholm Environment Institute (SEI).
Wasserstoff / E-Fuels: Neue Projekte
- In Vision soll die Nordsee zum 'Green Power House' für Europa werden.
- Der niederländische Netzbetreiber Tennet will mit Milliardeninvestitionen den Ausbau von Leistungs-Stromleitungen der dortigen Windparks vorantreiben. Siemens Energy sicherte sich dabei einen Milliardenauftrag. Beide Unternehmen sprechen von einem Meilenstein für die europäische Energiewende.
- Die HH2E AG und die Schweizer MET Group haben ein Joint Venture für Entwicklung und Bau der bisher größten Produktionsanlagen für grünen Wasserstoff in Europa in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) gestartet. Das Projekt soll in der ersten Ausbaustufe den Bau einer Power-to-X-Anlage der neuen Generation mit einer Kapazität von rund 6.000 Tonnen (200.000 MWh) grünem Wasserstoff pro Jahr ab 2025 umfassen. In Ausbaustufe 2 ist eine Leistung von über 1 GW ab 2023 geplant, wodurch mehr als 60.000 Tonnen grüner Wasserstoff pro Jahr produziert und über 800.000 Tonnen direkter CO₂-Emissionen jährlich vermieden werden können. Die Gesamtinvestitionen dürften 1 Milliarde Euro übersteigen.
Gas-Lieferströme in Europa
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